Sperma Allergie

Sperma Allergie – was ist das?

Juckende Haut, Schwellungen und Rötungen sind typische Symptome von Allergien. Allergien können sich aber auch in der Form von Durchfall, Übelkeit und Erbrechen äußern – in schweren Fällen münden diese in Atemnot, Ohnmacht und anaphylaktischen Schocks, welche tödlich enden können.

Sperma Allergie Symptome – wie äußern sie sich?

Es gibt in der Tat Menschen, welche allergisch auf Sperma reagieren. Wenn dies der Fall ist, äußert sich die Allergie in der Regel durch

  • heftiges Brennen in der Vagina,
  • Schwellungen der Schleimhäute und
  • Übelkeit, bis zum Erbrechen

Diese Symptome treten bei Betroffenen jedes mal auf, wenn sie nach dem Sex oder nach oralem Verkehr mit Sperma in Berührung gekommen sind.

Oftmals ist es für die betroffene Frau peinlich, mit den Beschwerden zum Arzt zu gehen. Solltest du eines oder mehrere der oben genannten Symptome bei dir bemerken, raten wir dir jedoch dazu zum Frauenarzt zu gehen. Eine Sperma Allergie ist zwar sehr selten, trotzdem ist es wichtig, die Symptome abklären zu lassen.

Betroffene sind nicht gegen das Sperma selbst allergisch. Vielmehr ist es die Flüssigkeit, in der sich die Spermien befinden, das sogenannte Samenplasma, welches die allergischen Reaktionen provoziert. Dieses Plasma enthält ein spezifisches Protein namens Prostata Specific Antigen, kurz PSA. Es wird in der Prostata produziert und ist somit in jedem Sperma enthalten.

Zusammenfassend bedeutet dies für Allergiker: Es spielt keine Rolle, mit welchem Sperma sie in Kontakt kommen – jedes löst die allergische Reaktion aus.

Wie viele Menschen davon betroffen sind, ist unklar. Weltweit wurden nur etwa 100 Fälle beschrieben. Laut amerikanische Daten wird die Zahl der Betroffenen jedoch auf 40000 geschätzt. Experten sagen, dass die Zahl der Sperma-Allergiker hoch ist. Das Brennen und Jucken beim Sex ist für die Betroffenen sehr unangenehm und sie gehen oft davon aus, dass es sich um eine Geschlechtskrankheit handelt, die mit Salben oder Antibiotika verschwindet. Viele Menschen wissen gar nicht, dass es so etwas wie eine Sperma Allergie gibt.

Für alle Wissbegierigen gibt es hier in 4 Minuten wichtige Informationen zum Thema Sperma Allergie:

Können Männer auch eine Sperma Allergie haben?

Auch Männer können eine Sperma Allergie entwickeln. Dieses postorgasmatische Krankheitssyndrom, kurz POIS, kann bei Männern grippeähnliche Symptome verursachen (Fieber, Schüttelfrost, Schwitzen). Sie treten etwa eine halbe Stunde nach der Ejakulation auf und können bis zu sieben Tage andauern.

Bei Männern handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung – du tolerierst dein eigenes Sperma nicht, was jedoch nichts mit deiner Spermaqualität an sich zu tun hat. Das Ergebnis ist, dass ein Kondom keine Abhilfe schafft. Entweder musst du enthaltsam leben oder dich mit den Symptomen auseinandersetzen und diese bekämpfen.

Die gute Nachricht: Experten schätzen, dass die Zahl der betroffenen Männer viel geringer ist als die der betroffenen Frauen. Aber auch hier wird davon ausgegangen, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist.

Allergie gegen Sperma Symptome

Antiallergika können helfen

1958 beschrieb ein Holländer erstmals die Sperma Allergie. 44 Jahre später analysierten zwei seiner Landsleute das sogenannte postorgasmische Krankheitssyndrom bei Männern. “Bei Männern löst Sperma sehr unspezifische Symptome aus, die nicht richtig zu einer Allergie passen”, erklärt Allam die Erkenntnisse. Die Betroffenen litten an Kopfschmerzen nach dem Abspritzen des Spermas und grippeähnlichen Anzeichen, die zwei bis sieben Tage anhalten konnten. Bei einem anschließenden Allergietest reagierten die Betroffenen positiv auf Sperma.

Immerhin könne die Sperma Allergie zumindest bei Frauen gut behandelt werden. Es reicht der einfache Einsatz eines Kondoms. Die Patienten blieben aufgrund dieses Schutzes beschwerdefrei. Nur wenn Frauen Kinder wollten, wird es kompliziert. Frauen, die von einer Sperma Allergie betroffen sind, sind keineswegs unfruchtbar. Bei leichten Symptomen können sie vor dem Sex ein Antiallergikum einnehmen. Eine andere Möglichkeit ist eine Hyposensibilisierung, bei welcher der Körper Toleranz gegenüber dem Allergen entwickeln soll.

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